Blumenkinder

Blumenmädchen


Blumenkinder

Blumenmädchen oder Blumenkinder sind eine lange Tradition, die sich bis heute getragen hat. Der Brauch begann schon im alten Rom, die Knaben liefen mit Fackeln aus Holz als Erstes voran. Weitere Knaben streuten der Braut Rosenblätter auf den Weg. Dieses Vorgehen soll dem Brautpaar Glück bringen und einen reichen Kindersegen über die frische Familie zu erbitten. Doch auch in England gab es diesen Brauch. Dort stellte man Blumen so eng auf dem Hausweg auf, dass das Kleid oder der Schleier der Braut daran vorbeistreifte. Dies hatte den Effekt, dass der Duft der Blüten an dem Kleid haftete und den Duft ausströmt.


In der heutigen Zeit sind es meistens Blumenmädchen oder Blumenkinder, die entweder beim betreten der Kirche die Blüten in einem Korb tragen und vor oder nach dem Ja-Wort auf den Weg streuen.
 

Brautjungfern heute

Vorab sollte jedoch mit dem Pfarrer abgeklärt werden, ob es gestattet ist, dass die Blumenkinder ihre Blumen auf den Weg streuen. Es hat sich heute leider so eingebürgert, dass viele etwas dagegen einzuwenden haben, auf Grund des Schmutzes den das Verstreuen verursacht. Ist es jedoch in Ordnung bleibt zunächst die Frage, wo man die Blumenkinder hernimmt? In den meisten Fällen handelt es sich um Kinder (Jungen und Mädchen) bis 10 Jahren aus dem Verwandten und Freundeskreis. Sind die Kinder älter als 10 Jahre nimmt in den meisten Fällen das Interesse ab, ein Blumenmädchen oder Blumenkind zu sein. Die Blumenkinder sind meistens im Alter von 5-7 Jahren, sind sie nicht anders vorhanden auch jünger oder älter.

Auswahl der Blumenkinder

Die Anzahl der Blumenkinder ist demnach auch unterschiedlich und abhängig von den vorhandenen Kindern, meistens jedoch mindestens zwei, nach oben hin gibt es kaum eine Grenze, jedoch auch hier selten mehr als 4 oder 5 Blumenkinder und Blumenmädchen. Die Blumenmädchen und Blumenkinder sind mindestens genau so aufgeregt wie das Brautpaar selber, denn ihre Aufgabe ist es die Kirche noch vor dem Brautpaar gemeinsam zu betreten, anschließend stehen sie vorne am Altar neben dem Brautpaar. Hat die Braut einen langen Schleier oder eine Schleppe gibt es auch einige Blumenkinder, die hinter der Braut herlaufen und aufpassen, dass die Braut nirgendwo damit hängen bleibt oder tragen diesen vorab als Vorsichtsmaßnahme.

Kleidung der Blumenmädchen

Die Kleidung der Blumenkinder ist mindestens genauso Schick wie die des Brautpaares. Mädchen tragen in den häufigsten Fällen weiße oder leicht rosafarbene Kleider und einen Blumenkranz, der auf das Haar gesteckt wurde. Die Jungen tragen einen Anzug kombiniert mit einer kleinen Krawatte oder einer Fliege. Die Blüten werden in kleinen Körben transportiert. Je nach Wunsch des Brautpaares werden diese bereits beim Einlauf in die Kirche gestreut oder erst nach dem Ja-Wort. In einigen Fällen wird sowohl beim Einlauf als auch beim Auslauf gestreut, was natürlich auch von der Menge der vorhandenen Blütenblättern abhängig ist.


Die Blüten für die Blumenkinder und Blumenmädchen sind beim Florist einfach und günstig erhältlich. Oftmals bekommt man sie günstiger oder sogar umsonst, wenn es sich um ältere Blüten handelt die bereits von den Blumen abgefallen sind.


Neben der Aufgabe des Blumenstreuens übernehmen die Kinder auch oft kleinere Aufgaben bei der Hochzeit. Wenn an dem Hochzeitsauto Büxendosen befestigt werden sollen, ist dies meistens die zusätzliche Aufgabe der Blumenkinder und Blumenmädchen. Bei Hochzeitsspielen übernehmen sie zusätzliche Aufgaben, tragen Utensilien und helfen bei der Ausführung. Die Blumenkinder spielen immer eine wichtige Rolle auf der Hochzeit. Zum Einen als Glücksbringer für einen reichen Kindersegen und zum Anderen bringen sie viel Lebensfreude mit und sind mit Spaß dabei. Die Blumenkinder und Blumenmädchen sollten in jedem Falle in kleinere Aufgaben integriert werden, damit sie das Interesse nicht vorab schon verlieren und sich richtig auf die Hochzeit freuen und mit Spaß dabei sind. Hat ein Kind überhaupt keine Lust diese Rolle zu übernehmen, sollte man es auch nicht dazu zwingen.

Die Kinder sind also ebenso in ihrer Entscheidung frei und sollten zunächst gefragt werden, ob sie überhaupt das Interesse daran haben die Blumen auf den Weg zu streuen und kleine Helferarbeiten zu übernehmen
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